Nächtebuch – 1. Eintrag: Schatten

 

Es ist so schwer

Seinen Schatten hinter sich zu lassen

Egal wie die Sonne steht

Ist er stets neben. über oder unter dir

Doch in der Nacht

Wenn es stockfinster ist

Und man eigentlich schlafen sollte

Aber nicht kann

Weil einen die Gedanken plagen

In Vergangenheit und möglicher Zukunft forscht

Kann man entdecken

Dass der Schatten verschwunden ist

Für einen kurzen Zeitraum

Bis der Morgen graut

Den neuen Tag einläutet

Der so viel besser werden soll

Ich bin mir sicher

Dass die Nacht besonders ist

Ruhig und ungestört

Eine Pause für das Leben und Treiben

Die Hektik und alle Anforderungen

Werden überschaubar

Lassen sich überblicken

Wie die schlafenden Kinder

Die so friedlich sind

So wünscht ich mir die Welt

Auch am Tag

Damit das Licht so einfällt

Dass die Schatten nicht kreisen

Sondern wenigstens einmal ab und an

Auf der Couch unter mir verschwinden

Um endlich wirklich zu enspannen

Neue Energie für wichtige Dinge zu sammeln

 

(c) Roman Reischl, Januar 2013

 

 

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